Machen statt Zaudern – die Chancen einer erfolgreichen Restrukturierung

Derzeit vergeht kaum ein Tag, an dem keine Negativ-Schlagzeilen aus der Wirtschaft durch die Medien gehen: Inflationsangst, Lieferkettenprobleme und Digitalisierung. Darüber hinaus gestaltet sich für mittelständische Unternehmen die Suche nach geeigneten Nachfolgern immer schwieriger.

Katastrophenszenarien verkaufen sich gut als Schlagzeilen. Nur – ist es wirklich schon „5 nach 12“, wie diese Schlagzeilen suggerieren?

Ja und nein.

Ja, wenn Sie sich dem ergeben, den Kopf in den Sand stecken und hoffen, dass dieser Sturm – wie so viele andere in den letzten Jahren – über Sie und Ihr Unternehmen mehr oder weniger schadlos hinwegzieht.

Ja, wenn Sie das Thema Veränderung der Umwelt, des Nachfrageverhaltens, der Kundenerwartungen und des demografischen Wandels weiterhin tapfer negieren.

Nein, wenn Sie sich den Veränderungsanforderungen stellen.

Nein, wenn Sie bereit sind, Ihr bisheriges Geschäftsmodell kritisch zu hinterfragen und es anzupassen.

Nein, wenn Sie die Chancen nutzen, die erkennbaren Megatrends beobachten und daraufhin Ihr Angebot transformieren, wenn Sie zum Macher werden und nicht Zauderer bleiben.

Frage nach permanenter Optimierung

Es gibt leider genügend Beispiele von mittelständischen Unternehmen, die in eine Krise geraten sind. Jedoch, die Schuld dafür der aktuellen pandemischen Lage und der (leider allzu) undifferenzierten Gegenmaßnahmen der politisch Verantwortlichen in die Schuhe zu schieben, wäre nicht sachgerecht.

So stellen sich nachhaltig erfolgreiche LeistungssportlerInnen permanent die Frage nach Optimierungsmöglichkeiten – nur so können sie an der Spitze bleiben. Unternehmerisches Handeln erfordert die gleiche Bereitschaft, sich permanent mit seinem Geschäftsmodell kritisch und umfassend auseinanderzusetzen und wo immer es Sinn macht, nachzuschärfen oder gar ganz neue Wege zu gehen.

Deutlich wird das unter anderem an der in aller Munde befindlichen Digitalisierung. Überall wird versucht zu digitalisieren: staatliche Fördertöpfe, Beratungsunternehmen, die die Digitalisierung voranbringen wollen, und ganze Abteilungen in Betrieben, die sich nur um die Transformation interner Abläufe kümmern.

Die Digitalisierung ist aber Mittel zum Zweck und kein Selbstzweck! Digitale Prozesse sollen unseren Unternehmensalltag vereinfachen und effizienter gestalten. Sie sollen Ressourcen schaffen und sie nicht verschlingen.

Im Einzelhandel beispielsweise hat die Pandemie einige Erkenntnis- und Veränderungsdefizite schmerzhaft aufgedeckt. Um Missverständnissen vorzubeugen: Dies ist keine Pauschalkritik am Einzelhandel! Klar ist aber auch, dass diejenigen Handelsgeschäfte, die sich frühzeitig um ein „hybrides Vertriebsmodell“ gekümmert und neben dem stationären Handel auch das Online-Geschäft vorangetrieben haben, heute weniger wirtschaftliche Probleme haben als diejenigen, die das Thema „Online“ vernachlässigt haben.

Investition in Restrukturierung

Was also tun? Jetzt hektisch verschiedene Maßnahmen einzuleiten, hier und da ein paar Stellschrauben zu drehen, wird erfahrungsgemäß nicht die gewünschte Besserung bringen. Um sein Unternehmen wirklich nachhaltig zu transformieren und krisenfest aufzustellen, bedarf es einer grundlegenden Analyse aller relevanter Erfolgsbausteine – von der Betrachtung der Zielgruppen, deren Nachfrageverhalten und Vertriebserwartungen, der Qualifikation und Motivation der Beschäftigten bis hin zu allen wichtigen Geschäftsprozessen.

Wenn nun zur Veränderung bzw. Anpassung des Geschäftsmodells im Sinne einer nachhaltigen Restrukturierung Investitionen erforderlich werden und diese durch Kredite von den Hausbanken finanziert werden sollen, ergeben sich eine Reihe von Aufgaben.

Elementar wichtig ist die Darlegung des „neuen“ Konzepts, inklusive einer entsprechenden Beschreibung der Marktchancen und-risiken, sowie der Überleitung in eine Geschäftsplanung, wird eine Kreditierung von zukunftsgerichteten Investitionen deutlich erschwert, wenn nicht unmöglich. Denn gerade die Kreditinstitute sind durch die aktuelle Krise deutlich sensibilisiert und agieren entsprechend risikoavers.

Dies hat erfreulicherweise auch die Wirtschaftspolitik von Bund und Ländern erkannt und unterstützt mittelständische Unternehmen bei der Transformation, Digitalisierung oder bei Restrukturierungsbemühungen mit einer Vielzahl von Förderprogrammen – sowohl für Investitionen (Kreditprogramme, Bürgschaften) als auch für unterstützende Beratungsleistungen.

Nutzen auch Sie diese Chance und investieren Sie in die Zukunft Ihres Unternehmens. Wir stehen Ihnen als Ansprechpartner zur Seite, erarbeiten gemeinsam mit Ihnen einen Restrukturierungsplan, begleiten Sie bei Finanzierungsgesprächen und unterstützen Sie bei der Umsetzung möglicher Maßnahmen.

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